
Fröhlich+Walter GmbH
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Patchfelder dienen zur Verteilung der einzelnen Anschlüsse in der strukturierten Verkabelung eines Netzwerks. Für eine strukturierte Verkabelung benötigt man Netzwerkdosen, Patchfelder, Installationskabel und Patchkabel. Während frühere Netzwerktechniken eine Bus-Verkabelung nutzten (Ethernet- oder Arcnet-Netzwerke mit Koax-Kabeln) werden in modernen Netzwerken bis hin zu Gigabit Ethernet Stern-Topologien angewendet. Wesentliche Bestandteile einer solchen Installation sind neben den Datendosen die Patchfelder.
Diese werden im Serverschrank oder Netzwerk-Verteilerschrank montiert. Patchfelder besitzen zur Frontseite hin RJ45- Buchsen, in denen mit Patchkabeln variable Verbindungen zu den Switchen erfolgen. Auf der Rückseite der Patchfelder werden Netzwerkkabel durch Schneid-Klemm-Anschlüsse, sogenannte LSA Plus Klammen, fest verdrahtet. Diese Netzwerkkabel führen über einen Kabelkanal zu der Netzwerkdose (Datendose) in den einzelnen Räumen. Dabei darf die maximale Länge einschließlich der beiden Patchkabel 100 Meter nicht überschreiten. Diese Form der Installation wird Strukturierte Verkabelung genannt. Der Sinn der Strukturierten Verkabelung liegt darin, dass bei zukunftsorientierter Planung jederzeit eine Erweiterung oder räumliche Veränderung des Netzwerks vorgenommen werden kann ohne den Kabelkanal zu öffnen und neue Netzwerkkabel verlegen zu müssen. Die benötigten Anschlüsse der Netzwerkdosen werden einfach durch Patchkabel im Serverschrank mit dem Switch verbunden (gepatcht). So ist es auch möglich, andere Datendienste wie z. B. Telefon über die gleichen Netzwerkkabel zu führen.
Dies führt zu einer großen Flexibilität und dadurch Kostenersparnis im Bereich der EDV. Die einzelnen Anschlüsse der Patchfelder werden als Ports bezeichnet. Gängige Größen sind 16 oder 24 Ports. Diese Größen werden in der Normhöhe 1 HE (HE = Höheneinheit, 1 HE entspricht ca. 44,5 mm) geliefert. Seltener sind Patchfelder in 2 HE, diese besitzen 32 oder 48 Ports. Neben den Patchfeldern mit fest montierten Anschlüssen gibt es inzwischen auch solche mit modularem Aufbau, bei der einzelne RJ45 Buchsenmodule in eine Trägerplatte eingesetzt werden. Der Vorteil dabei ist neben der Flexibilität (es müssen nur die benötigten Module und nicht gleich alle gekauft werden) die einfache, werkzeuglose Montage außerhalb des Serverschranks; die angeschlossenen Module werden dann nur noch in den Trägerrahmen eingeclipst. Unterschieden werden Patchfelder außer in der Anzahl der Ports auch noch im Einsatzgebiet. Während im Netzwerkbereich oder bei der Strukturierten Verkabelung im Allgemeinen geschirmte Patchfelder nach Kategorie 5e, 6 oder 6a ( Cat5e , Cat6 , Cat6a , Cat7 ) Verwendung finden reicht im Bereich der Telefonie oft die einfachere Kategorie 3 ( Cat3 ) aus.

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Patchfelder werden u. a. von BTR, Setec oder Tecline hergestellt.